Das Studentenheim Fraternidad Santa María del Paraíso wurde im Jahr 2000 vom italienischen Pfarrer Padre Enzo gegründet. Padre Enzo arbeitete einige Jahre an der Küste Ecuadors mit Jugendlichen. Dabei fiel ihm auf, dass in dieser Region für viele Jugendliche, welche die obligatorische Schulzeit abgeschlossen hatten, keine Möglichkeit besteht, weiter zu studieren. Die Studienmöglichkeiten an der Küste sind begrenzt und qualitativ weit schlechter als in Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Ein Studium in Quito können sich jedoch die meisten nicht leisten. Nach dem Abschluss der obligatorischen Schulzeit beginnen deswegen viele, in schlecht bezahlten Jobs zu arbeiten oder fallen ganz aus dem System. So bleiben sie in der Armutsspirale hängen.
Um diesem Problem entgegen zu wirken, gründete Padre Enzo das Studentenheim in Quito, welches motivierten Jugendlichen die Chance zu einem Studium eröffnet. Sie bekommen eine Unterkunft, Verpflegung sowie die Möglichkeit in Quito zu studieren und Netzwerke zu knüpfen.
Im Jahr 2000 wurden zwei Häuser eröffnet, eines für Männer und eines für Frauen. Diese Trennung wird hier als sehr wichtig angesehen, da es viele ungewollte Schwangerschaften gibt, auch bei Jugendlichen. Sehr zu unserem Bedauern schloss im Jahr 2013 das Haus für Frauen, wegen Mangel an Teilnehmerinnen, finanzieller Probleme und der vergeblichen Suche nach einer neuen Leitung.
Im Jahr 2010 übernahm Leonel Vicencio die Leitung des Hauses der Männer.
2015 stand auch das Haus der Männer kurz vor dem Aus, da die bisherige finanzielle Versorgung nicht mehr gewährleistet war. Um dies zu verhindern wurde der Verein Juntos en camino gegründet, um einen Teil der Finanzierung zu übernehmen.






