NEWS FRATERNIDAD November 2020
Ein Update der letzten Monate
Seit unserem letzten Bericht im August diesen Jahres hat sich die Situation der Pandemie nicht verändert. Die Universitäten sind noch immer geschlossen. Auf Grund der zweiten Welle des Corona Virus werden unsere Kurse weiterhin online gehalten d.h. Präsenzunterricht findet nicht statt. Wir haben einen einzigen in die Jahre gekommenen Computer, der so seine Macken hat. Zum Glück haben wir aber keine Probleme mit unseren unterschiedlichen Stundenplänen und kommen so gut aneinander vorbei.
Gästezimmer
Aktuell investieren wir viel Zeit in folgendes Projekt: Für Besuch, insbesondere Familienangehörige und Freunde soll ein Gästezimmer entstehen. Daran arbeiten wir schon seit 4 Jahren und freuen uns deshalb, dass es bald fertig wird. Dadurch können wir unseren Gästen eine separate Unterkunftsmöglichkeit anbieten. Zudem kann das Zimmer auch dazu dienen, ausländische Freiwillige von umliegenden Sozialprojekten oder Bedürftige zu beherbergen. Die Einnahmen durch die Unterbringung von Freiwilligen könnten für Ausgaben des Studentenheims verwendet werden. Zusätzlich möchten wir die Küche vergrössern, da diese doch etwas klein ist für uns alle.
Dank der Hilfe von Freunden konnten wir bis jetzt 400 Dollar in den Bau des Gästezimmers investieren. Es kommt auch immer wieder vor, dass uns Bekannte und Freunde bei der Arbeit helfen. So hat zB. ein Vater eines Kindes, dem wir Nachhilfe geben, uns tatkräftig beim Bau unterstützt. Auch versuchen wir mit Hilfe verschiedener weiterer Projekte, dafür zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Neuer Mitbewohner
Seit dem Sommer haben wir im Studentenheim einen neuen Mitbewohner, Ángelo Ortiz. Er bereitet sich gerade für die Aufnahmeprüfung des Medizinstudiums vor. Er kommt, wie viele von uns, aus der Provinz Esmeraldas. Demnächst wird noch ein weiterer Jugendlicher zu uns stossen.
Seit einem Monat wohnen im Studentenheim vorübergehend auch Migrant/-innen aus Venezuela, die auf Grund der Krise ihr Land verlassen haben. Sie warten darauf, dass die Grenzen wieder geöffnet werden, damit sie weiter reisen können. Solange können sie unsere Küche und Räumlichkeiten mitbenutzen.
Unsere Familien unterstützen uns von Zeit zu Zeit mit Nahrungsmitteln und, sofern möglich, auch finanziell.
Eine Umarmung für unsere Freunde von juntos en camino,
Billy
